Frühjahrsreise vom 10.-11. Juni 2017 durch die Vogesen nach Colmar/Elsass

Diese zweitägige Reise war angefüllt mit sehr schönen und einprägsamen Erlebnissen unterschiedlichster Art.

Natürlich war der erste Stop für das schon „berühmte“ Autobahnfrühstück. Lecker wie immer!

26 Personen bildeten die unternehmungslustige Reisegruppe, die in dem bequemen Bus reichlich Platz fand. Der Busfahrer – freundlich und hilfsbereit – chauffierte den großen Bus durch kleinste Engpässe und über die Serpentinen in den Vogesen.

Beim ersten Reisehöhepunkt in Saint-Louis/Arzviller hatten wir eine Führung, die ausführlich über das 1969 erbaute und mit Wasserkraft (Naßförderung) betriebene Schiffshebewerk informierte. Es ersetzt 17 Schleusen durch einen Schrägaufzug über 45 Höhenmeter. Die kurze Runter- und Hochfahrt verbunden mit einer kleinen Rundfahrt auf dem Rhein-Marne-Kanal war sehr interessant. Danach gab es eine Besichtigung mit Erklärung der Technik im Maschinenraum.

Anschließend fuhren wir nach Saverne/Zabern. Viele nutzten den kurzen Aufenthalt in dieser schönen Kleinstadt zum Bummeln. Vor mehr als 100 Jahren baute hier Auguste Bartholdi die Freiheitsstatue für New York.

Das nächste Ziel – Colmar – war bald erreicht. Dort erwartete uns eine Führung im Unterlinden-Museum mit dem Höhepunkt „Isenheimer Altar“, der von Matthias Grünewald für das Antoniterkloster in Isenheim im frühen 16ten Jahrhundert geschaffen wurde. Die Pilger auf dem Weg nach Santiago suchten dort Zuspruch.

Der Altar, zerlegt in die einzelnen Altarflügel, konnte von allen Seiten betrachtet und bestaunt werden. Ein großartiges Gesamtkunstwerk und eine beeindruckende Darstellung des Kreuzestodes Christi. Thomas Mann schrieb: „Im Ganzen gehören die Bilder zum Stärksten, was mir je vor Augen gekommen.“ Für eine längere Betrachtung der vielen wundervollen Einzelheiten, war die Zeit zu kurz.

Die sich anschließende Führung durch Colmar mit den schönen alten und gut erhaltenen Häusern, den selbsterklärenden Straßennamen, vermittelte den Wunsch, wieder zu kommen. Der Abend, mit einem sehr guten Diner im Restaurant L'Échevin bildete einen gelungenen Abschluss des ersten Tages.

Ein früher Start führte nach dem Frühstück hoch in die Vogesen. Eine Herausforderung für „Said“, den Busfahrer.

Das erste Ziel war oberhalb von Soultzeren die „Ferme Geisberg“; in 750m Höhe schön gelegen. Der Besitzer erklärte „la fabrication des fromages“. Im Anschluss konnten die verschiedenen Käse gekostet und auch gekauft werden.

Auf der Höhe des Vogesenkamms, der bekannten „Route des Crêtes“, gab es an schönen Aussichtspunkten – Col de la Schlucht, Col du Bonhomme – Fotografier-Stops.

Das nächste Kulturziel war die Haut-Koenigsbourg. Diese große mittelalterliche Burg, die erstmals 1147 urkundlich erwähnt wurde, steht auf dem Gipfel eines Kegelbergs mit wunderschönem Ausblick auf die Rheinebene. Sie wurde mehrmals zerstört; zuletzt von den Schweden im 30jährigen Krieg. Bei der Führung wurde der Schwerpunkt auf den Wiederaufbau durch Kaiser Wilhelm II gelegt, der mit dieser Aufgabe den Berliner Architekten Bodo Ebhardt bedachte. Die Restaurierung dauerte von 1901-1908.

Der Abschluss dieser schönen und gut organisierten Vogesenreise war eine Weinprobe im Weingut Frey-Sohler mit Führung durch die Weinkeller. Zur gleichen Zeit fand auf dem Hof ein Weinfest statt. So konnte die Weinverkostung mit Verzehr der Köstlichkeiten aus dem Perigord - Foie Gras – verbunden werden. Toller Abschluß!

Angeregt, mit schönen Erlebnissen, kamen wir wieder nach „Mü-Sa“ zurück.

 

Erika Winkler